Lari

Alkenvögel (Alcidae)
Raubmöwen (Stercorariidae)
Möwen (Laridae) inkl. Seeschwalben (Sternidae) und Scherenschnäbel (Rhynchopidae)
Brachschwalbenartige (Glareolidae)
Reiherläufer (Dromadidae)
Laufhühnchen (Turnicidae)

Scolopaci

Schnepfenvögel (Scolopacidae)
Blatthühnchen (Jacanidae)
Goldschnepfen (Rostratulidae)
Steppenläufer (Pedionomidae)
Höhenläufer (Thinocoridae)

Charadrii

Regenpfeifer (Charadriidae)
Säbelschnäbler (Recurvirostridae)
Austernfischer (Haematopodidae)
Ibisschnäbel (Ibidorhynchidae)
Krokodilwächter (Pluvianus aegyptius)
Triele (Burhinidae)
Scheidenschnäbel (Chionididae)
Magellanregenpfeifer (Pluvianellidae)

Die Regenpfeiferartigen (Charadriiformes), auch Limikolen oder Watvögel genannt, sind eine Ordnung der Vögel. Zu ihr gehören sehr verschiedene Familien und Gattungen.

Die Regenpfeiferartigen sind eine im Aussehen vielgestaltige Gruppe, doch ähneln sie sich in einigen grundlegenden Merkmalen.

Bei allen Arten sind das Gaumendach und der Stimmapparat nahezu gleich, das Brustbein trägt keine nach innen weisenden Knochenfortsätze; außerdem gibt es Ähnlichkeiten im Aufbau des Fußes, genauer: Ähnlichkeiten bei den in Unterschenkel und Fuß liegenden Sehnen.[1][2] Der Flügel zählt elf Handschwingen, Steuerfedern sind mindestens zwölf, aber bis zu sechsundzwanzig vorhanden. Die Federn am Rumpf besitzen einen Afterschaft. Die Bürzeldrüse ist durch einen langen Federschopf gekennzeichnet. Besonders wichtig sind die großen Nasendrüsen, die bei den am Meer lebenden Arten der Ausscheidung von überschüssigem Salz dienen. Sehr ausgeprägt sind sie bei den Scheidenschnäbeln.[2] Während die drei Vorderzehen normal gebaut sind, setzt die Hinterzehe weiter oben am Fuß an, ist gewöhnlich kurz und berührt oft nicht den Boden; sie kann auch fehlen. Letzteres ist der Fall bei Säbelschnäblern und Stelzenläufern, einigen Regenpfeifern, Alkenvögeln und der Dreizehenmöwe. Die meisten Arten der Unterordnungen Charadrii und Scolopaci besitzen freie Zehen, doch sind Schwimmhäute ansatzweise bei Säbelschnäblerverwandten vorhanden,[3] und die drei Wassertreter-Arten, der Reiherläufer[4] und alle Möwen, Raubmöwen und Alkenvögeln haben vollständige Schwimmhäute zwischen den Zehen.

Da der Großteil der Regenpfeiferartigen Zugvögel oder zumindest gelegentliche Langstreckenflieger sind, besitzen sie meist lange, dünne Flügel, die spitz zulaufen. Ausnahmen sind die Kiebitze mit ihren zur Spitze verbreiterten (engl. Lapwing) und die Alken mit stark verkürzten Flügeln als Anpassung an das Leben als Taucher auf offenem Meer. Ein extremes Beispiel hierfür ist der ausgerottete, flugunfähige Riesenalk.